Einige Beispiele

Es gab durchaus einige, die mir mal geholfen haben, wenn Hilfe vonnöten war. Ich meine damit aber rein praktische, handfeste.

Die Energieklauer taten es entweder widerwillig, das merkte man ihnen dann auch schon an, machten es dennoch und stellten sich derart ungeschickt an, dass man sie irgendwann genervt daraus entließ – oder sie boten sich sogar von selbst an, aber es ging dann NUR nach ihrer Pfeife, so dass ich letzten Endes fertiger war als davor.

Mit den Gefühlen hatten sie es nicht so. Brauchte ich also Aufmunterung, Trost, hatten sie selten Zeit, hörten kaum zu oder verdrückten sich eine ganze Weile gänzlich. Wenn etwas kam, dann oft nur flotte Sprüche. Kam lange gar nichts, tauchten sie irgendwann später wieder auf und schauten nach, ob die Luft rein war, also das Thema erledigt, was mich so quälte. - und ich wieder genug Energie satt, zum Klauen, was sonst

Entferntere Leuten diesen Schlages testeten mich lediglich, ob was zu holen ist, meist äußerst plump und dreist, aber schon wieder so dreist, dass es Energie raubte.

Die nächste Variante klagte mich an. Dass sie es so schwer haben und ich doch so leicht, weil mir alles in die Wiege gelegt wurde. Auto fahren, Leid ertragen, Handwerkliches und natürlich noch viel mehr.

Und noch eine Unterart dieser Gattung erwartete mein ständiges zur Verfügung stehen. Sie zeigten sich regelrecht verwundert, wenn ich mal sagte, ich hätte keine Zeit. Bei ihnen war solches normal, nur bei mir... Das ging schon mal gar nicht.

Ach ja, da sind ja noch die Beleidigttuer. Sofort beleidigt bei allem, was ihnen nicht 100% in den Kram passte. Und dazu zählten auch ungute Gefühle, meinerseits natürlich.

Noch andere zogen augenblicklich weinerliche Miene oder drückten anderweitig auf den Mitleidsknopf. „Ich kann's doch nicht“ (oder nicht mehr) war ihr Lieblingssatz. Aber ich konnte, natürlich, alles, sogar auf Essen, Schlaf und sonst was verzichten.